Comtessas Blog
Die Schwester der Königin

(Mo, 31.03.08)

Geschafft, geschafft!

Ich habe ihn dann doch noch gesehen, anderenfalls, wäre ich wohl doch etwas betrübt gewesen. War mir schon wichtig den Film zu schauen.

Auch wenn ich wie Sonntag auch ein bissel spät dran gewesen bin, pünktlich zum Start des Hauptfilms hatte ich mich auf meinen Plätzchen eingefunden, die Brötchentüte entpackt und meine Colalight im Getränkehalter verstaut.

Das Erlebnis Kino konnte also starten und zumindest entkam ich so der lästigen Kinowerbung, obwohl ich ja die Trailer immer gern sehe.

Als ich dann am Ende meine kurzweiliges Domizil wieder verließ, war ich doch etwas ergriffen, und ich hatte dieses unbestimmte Gefühl, dass ich schon seit langem nicht mehr im Kino gehabt habe. Keine Ahnung, nennen wir mal das Gefühl in etwas Großes Einblick gehabt zu haben.

Man kann man daraus schließen, dass die "Schwester der Königin" mir wohl gut gefallen hat. Sogar sehr gefallen hat.
Den Machern ist es gelungen, die Story glaubhaft in die Moderene zu ziehen, ohne dass sie verstaubt und altmodisch wirkt, und auch wenn einigen Aspekten ein Hauch von Romantik anhaftet, ist es eine Story die eigentlich moderner nicht sein könnte.

Macht, Einflussnahme und zwei unterschiedliche Frauen, die beide ihren Weg gehen, um das zu erreichen, was ihnen wichtig ist.

Anne und Mary Boleyn wird hier glaubhaft Leben eingeflößt, und auch wenn vllt nicht alles historisch korrekt ist, wird dennoch ein gutes Portrait des 16 Jahrhunderts und des England unter der Herrschaft von Heinrich VIII. gezeichnet.

Die Darsteller scheinen förmlich in ihren Rollen aufzugehen, und besonders die BoleynGeschwister könnten nicht passender besetzt sein - Nathalie Portman als ambitionierte Anne und Scarlett Johansson als unschuldige und sensible Mary. Einfach nur genial gespielt und optisch ein klarer Volltreffer.

(Bei den Kleidern bin ich das ein oder andere Mal doch ins Schwärmen gekommen. Werde mich wohl bald wieder einmal an die Nähmaschine setzen)

Gezeigt wird der Aufstieg der Boleyn Schwestern, über die Kirchenspaltung hinweg bis hin zur Krönung Annes zur Königin von England. Doch wer hoch steigt, kann auch tief fallen, und während Mary am Ende Erfüllung im Landleben und Familie findet, sinkt Annes Stern und führt sie letztendlich aufs Schafott, um das weithin bekannte Ende zu nehmen.

Ja, die Story ist bekannt, und letztendlich wird sie wohl auch hier keine neue Wendung nehmen. Wäre genauso irrsinnig, wie anzunehmen, dass die Titanic am Eisberg vorbeifährt oder Troja stehen bleibt.
Dennoch ist es ein Erlebnis für mich zuzusehen, wie Verganges lebendig wird, sicher nicht ganz unverfälscht, aber ein Hauch von Geschichte ist wohl drin.

Ich war tief begeistert und irgendwie ergriffen von Annes Schicksal, denn obwohl sie vllt auf manche wie ein kleines Miststück wirken mag, die war auf jeden Fall eine starke Frau ihres Zeitalters.

1.4.08 14:57
 
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